Alkohol ist ein Gift für alle Zellen des Körpers. Darüber hinaus kann jeder Missbrauch zu einer körperlichen und psychischen Abhängigkeit des Trinkenden führen. Gleichzeitig ist es unmöglich, diese chemische Verbindung vollständig zu vermeiden, da Alkohol in vielen regelmäßig konsumierten Lebensmitteln und Getränken enthalten ist, etwa in Whisky, Wodka und Spirituosen.
Alkohol kann den Blutzuckerspiegel je nach konsumierter Menge sprunghaft ansteigen oder rasch abfallen lassen, wodurch er für Menschen mit Diabetes äußerst riskant ist. Daher sollten solche Patienten beim Konsum alkoholischer Produkte äußerste Vorsicht walten lassen. [1]
Zuckergehalt in Alkohol
Die Konzentration verschiedener Hefestämme in unterschiedlichen Flüssigkeiten führt dazu, dass durch die Fermentation der im Getränk organisch enthaltenen Zucker Alkohol entsteht. Je mehr Glukose durch mikrobielle Fermentation umgesetzt wird, desto mehr Alkohol entsteht im Getränk.
Fermentiert und bleibt also nicht der gesamte Zucker in bestimmten Getränken aktiv? Außerdem enthalten diese Getränke Kohlenhydrate, deren Menge je nach Getränkesorte variiert. [2]
Wie beeinflusst Alkohol meine Blutzuckerkontrolle?
Alkohol kann sich nachteilig auf den gesamten Organismus auswirken. Dadurch kann er den Blutzuckerspiegel verändern. Gelegentlicher Alkoholkonsum führt zu einer schnellen Ausschüttung von Insulin und damit zu einem raschen Absinken des Blutzuckerspiegels; regelmäßiger Alkoholkonsum beeinträchtigt dagegen die Insulinproduktion und führt zu einem starken Anstieg des Blutzuckerspiegels. [3]
Alkohol und emotionale Kontrolle
Obwohl Alkohol den gesamten Körper beeinflusst, kann er auch erhebliche Auswirkungen auf das menschliche Gehirn haben und dazu führen, dass sich eine feste Einstellung zum Trinken entwickelt. Alkoholmissbrauch verursacht gesundheitliche Probleme wie die Zerstörung insulinproduzierender Zellen sowie Schäden an Leber und Nieren. Letztlich führt er zu einem emotionalen Zustand der Abhängigkeit und beeinträchtigt soziale, psychische und moralische Beziehungen. Der Versuch, mit dem Alkoholkonsum aufzuhören, verursacht erhebliche Entzugssymptome, sodass es ohne professionelle Hilfe nahezu unmöglich sein kann, die Abhängigkeit zu überwinden. [4]
Alkohol und Gewichtskontrolle
Da Alkohol bei gleichem Körpergewicht einen höheren Nährwert als Lebensmittel hat, ist es einfach, Kalorien zu sich zu nehmen, ohne es zu bemerken. Außerdem dienen die Kalorien im Alkohol nicht dem Schutz des Körpers. Daher neigen sie dazu, sich anzusammeln und die Regulierung des Körpergewichts zu beeinträchtigen. [5]
Alkohol und Kohlenhydratkontrolle
Wie bereits erwähnt, enthalten alkoholische Produkte je nach Art des Getränks häufig mehr oder weniger Kohlenhydrate. Daher kann Alkoholmissbrauch zu erheblichen Problemen bei der Kohlenhydratregulierung beitragen, was sich auf den Blutzuckerspiegel auswirkt. [6]
Alkohol und Nieren
Wie bereits erwähnt, kann Alkohol den gesamten Körper beeinflussen, insbesondere die Nieren. Übermäßiger Alkoholkonsum kann je nachdem, ob die Alkoholabhängigkeit vorübergehend oder langfristig besteht, zu einem schwereren oder weniger schweren Nierenversagen führen. Über einen längeren Zeitraum übermäßig zu trinken, kann eine akute und lebensbedrohliche Nierenerkrankung verursachen. Daher sollten wir äußerst vorsichtig sein. [7]
Ratschläge für Menschen mit Diabetes, die Alkohol trinken
Da Alkohol angenehm sein und den gesamten Körper beeinflussen kann, ist Vorsicht geboten. Zusätzliche Nebenwirkungen wie Gedächtnisverlust oder die Unfähigkeit, aufgrund des Alkoholkonsums verschreibungspflichtige Medikamente einzunehmen, eine metabolische Azidose im Zusammenhang mit dem allgemeinen Ernährungsplan sowie verschiedene unmittelbare Schäden, die bei Menschen mit Diabetes mellitus durch das Trinken entstehen können, etwa Schwankungen des Glukose- und Insulinspiegels und eine Fehlfunktion der Mechanismen zur Insulinbildung, können auftreten. Daher sollte ein Patient mit Diabetes unabhängig davon, ob er selten oder regelmäßig Alkohol konsumiert, überlegen, wie viel und wann er Alkohol trinken kann, um eine direkte oder indirekte Verschlechterung der Erkrankung zu minimieren. [8]
Darüber hinaus hat ein Expertenteam diesen Aspekt des Alkoholkonsums durch Menschen mit Diabetes gründlich analysiert und eine Statistik über die Arten von Personen erstellt, die leider täglich Alkohol trinken. Die Ergebnisse dieser Studie finden sich in der vom Expertengremium erstellten Tabelle – PMC (nih.gov).
Dinge, die Menschen mit Diabetes beim Alkoholkonsum vermeiden sollten
Vorsichtsmaßnahmen, die nach dem Alkoholkonsum beachtet werden sollten, gelten in der Regel nicht nur für Menschen mit Diabetes, sondern für alle. Das Fahren von Autos und die Nutzung von Verkehrsmitteln zur Arbeit, die Teilnahme an sportlichen Aktivitäten, Einsamkeit sowie die Einnahme von Medikamenten sollten vermieden werden. Außerdem sollte ein Mensch mit Diabetes Lebensmittel vermeiden, die Zucker und Kohlenhydrate enthalten, da Alkohol typischerweise Zucker und komplexe Kohlenhydrate umfasst. [9]
FAQ
Erhöht Guinness den Blutzucker?
Für die meisten Konsumenten sind Getränke nach Guinness-Art gesünder als andere alkoholische Getränke weltweit. Für Menschen mit Diabetes können sie jedoch gefährlich sein, da sie zwar wenig Zucker, aber viele Kohlenhydrate enthalten, was zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels führt. [10]
Gibt es Getränke, die Alkohol enthalten?
Seit über 9.000 Jahren stellen Menschen alkoholische Getränke her und konsumieren sie. Wein, Spirituosen und Bier sind die drei grundlegenden Arten alkoholischer Getränke. Einige alkoholische Getränke enthalten mehr Ethanol als andere und können daher relativ schneller und in geringeren Mengen zu einer Vergiftung und Alkoholvergiftung führen.
Welches Lagerbier können Menschen mit Diabetes trinken?
Lagerbiere sind alkoholische Getränke. Daher scheint die grundlegende Regel, die häufig aufgestellt wird, zu gelten: Sie sind für Menschen mit Diabetes gefährlich. Wenn Sie nicht auf ein gelegentliches Lagerbier verzichten können, lesen Sie die Nährwertangaben auf den Flaschen. Obwohl die Menge an Glukose und Kohlenhydraten nicht immer angegeben wird, ist der Alkoholanteil des Biers aufgeführt. Die Wahl des Getränks mit der niedrigsten Alkoholkonzentration bedeutet daher in der Regel auch, dass man das Bier mit dem niedrigsten Zucker- und Kohlenhydratgehalt auswählt. [11]
Kann Alkoholkonsum Unterzuckerungen verursachen?
Wie bereits erwähnt, beeinflusst Alkohol den gesamten menschlichen Körper. Alkohol kann eine schnelle Insulinausschüttung auslösen und dadurch den Blutzuckerspiegel rasch senken. Ein ungewöhnlich niedriger Blutzuckerspiegel verursacht eine gefährliche Hypoglykämie, die häufig deutlich schädlicher ist als ein hoher Blutzuckerspiegel.
Abschließende Gedanken
Aufgrund der physiologischen Auswirkungen von Alkohol sollte jeder vermeiden, ihn in großen Mengen zu konsumieren. Für Menschen mit Diabetes kann jedoch auch ein maßvoller Konsum wegen des Risikos einer Hypoglykämie gefährlich sein. Daher wird empfohlen, auf Alkohol zu verzichten. Wenn Sie jedoch gelegentlich ein Getränk trinken müssen, wählen Sie Biere und andere Getränke mit sehr geringer Alkoholkonzentration.
Quellen
[1] American Diabetes Association. (2004). Insulin administration. Diabetes care, 27(suppl_1), s106-s107.
[2] McGovern, P. E. (2009). Uncorking the past: the quest for wine, beer, and other alcoholic beverages. Univ of California Press.
[3] Kaser, S., Ebenbichler, C. F., & Tilg, H. (2010). Pharmacological and non‐pharmacological treatment of non‐alcoholic fatty liver disease. International journal of clinical practice, 64(7), 968-983.
[4] Babor, T. F., Higgins-Biddle, J. C., Saunders, J. B., & Monteiro, M. G. (2001). The alcohol use disorders identification test (pp. 1-37). Geneva: World Health Organization.
[5] Foster, R. K., & Marriott, H. E. (2006). Alcohol consumption in the new millennium–weighing up the risks and benefits for our health. Nutrition Bulletin, 31(4), 286-331.
[6] Teschke, R. (2018). Alcoholic liver disease: alcohol metabolism, cascade of molecular mechanisms, cellular targets, and clinical aspects. Biomedicines, 6(4), 106.
[7] Wimalawansa, S. J. (2016). The role of ions, heavy metals, fluoride, and agrochemicals: critical evaluation of potential aetiological factors of chronic kidney disease of multifactorial origin (CKDmfo/CKDu) and recommendations for its eradication. Environmental geochemistry and health, 38(3), 639-678.
[8] Adinoff, B., Iranmanesh, A., Veldhuis, J., & Fisher, L. (1998). Disturbances of the stress response: the role of the HPA axis during alcohol withdrawal and abstinence. Alcohol health and research world, 22(1), 67.
[9] Franz, M. J., Bantle, J., Beebe, C. A., & Brunzell, J. D. (2002). American Diabetes Association position statement: Evidence-based nutrition principles and recommendations for the treatment and prevention of diabetes and related... Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics, 102(1), 109.
[10] Jara, A. J., Zamora, M. A., & Skarmeta, A. F. (2011). An internet of things–based personal device for diabetes therapy management in ambient assisted living (AAL). Personal and Ubiquitous Computing, 15(4), 431-440.
[11] Mellor, D. D., Hanna-Khalil, B., & Carson, R. (2020). A review of the potential health benefits of low alcohol and alcohol-free beer: Effects of ingredients and craft brewing processes on potentially bioactive metabolites. Beverages, 6(2), 25.






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