Diabetes kann das Herz auf drei Hauptarten beeinträchtigen: koronare Herzkrankheit, diabetische Kardiomyopathie und autonome Neuropathie des Herzens.
Die Wahrscheinlichkeit, bei Diabetespatienten eine diabetische Herzkrankheit zu entwickeln, ist außergewöhnlich hoch. Laut Statistik ist die Wahrscheinlichkeit für eine koronare Herzkrankheit bei Menschen mit Diabetes deutlich höher als bei Menschen ohne Diabetes. Etwa 70 % der Patienten mit koronarer Herzkrankheit haben ebenfalls Diabetes oder befinden sich in einem prädiabetischen Zustand. Außerdem sterben 70 % der Typ-2-Diabetes-Patienten letztlich an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Man kann sagen, dass Diabetes und Herzkrankheit Komplizen im Verbrechen sind.
Neben der hohen Häufigkeit und Sterblichkeitsrate wird die diabetische Herzkrankheit auch leicht übersehen und fehldiagnostiziert. Im Gegensatz zu typischen Patienten mit koronarer Herzkrankheit, die bei Myokardischämie oder Hypoxie Angina pectoris verspüren, zeigen Patienten mit diabetischer Herzkrankheit möglicherweise keine Angina-Symptome, selbst bei schwerer Myokardischämie oder Hypoxie. Dies liegt daran, dass diabetische Patienten oft eine abgestumpfte oder sogar verlorene Empfindung in ihren Nerven haben und daher weniger schmerzempfindlich sind. Infolgedessen können sie kritische Zustände wie einen akuten Herzinfarkt ohne jegliches Schmerzempfinden erleben, was zu Fehldiagnosen oder Unterdiagnosen führen kann.

Hier sind sechs Warnzeichen, auf die Sie achten sollten:
1. Nachlassendes Hörvermögen
Das komplexe Netzwerk aus Blutgefäßen und Nerven im Innenohr kann durch langanhaltend hohe Blutzuckerwerte geschädigt werden, was zu einem Nachlassen des Hörvermögens oder sogar zu Hörverlust führen kann.
2. Bauchbeschwerden
Diabetes kann die Magen-Darm-Motilität beeinträchtigen, was sich in Symptomen wie Blähungen, Verstopfung oder Durchfall äußern kann. Diese Symptome können auch mit einer autonomen Neuropathie des Magen-Darm-Trakts zusammenhängen. Sie könnten jedoch auch frühe Warnzeichen einer diabetischen Herzkrankheit sein, weshalb Menschen mit Diabetes wachsam bleiben sollten.
3. Taubheitsgefühl und kalte Gliedmaßen
Symmetrische Schmerzen oder Taubheitsgefühle in Händen und Füßen, das Gefühl, auf Watte zu gehen, oder dauerhaft kalte Gliedmaßen, selbst mit Socken, können auf eine periphere Neuropathie im Zusammenhang mit Diabetes hinweisen.
4. Abnormales Schwitzen
Eine Funktionsstörung des autonomen Nervensystems bei Diabetes kann zu abnormen Schwitzmustern führen. Dies kann sich als übermäßiges Schwitzen, vermindertes Schwitzen oder ungleichmäßiges Schwitzen an verschiedenen Körperstellen zeigen.
5. Fehlende Herzfrequenzvariabilität bei Lagewechsel oder Bewegung
Normalerweise sollte die Herzfrequenz beim Übergang vom Liegen zum Sitzen oder nach körperlicher Betätigung um etwa 10 Schläge pro Minute ansteigen. Menschen mit Diabetes erleben diese erwartete Herzfrequenzänderung möglicherweise nicht, was auf Schäden an den Blutgefäßen und Nerven des Herzens hinweisen kann. In fortgeschrittenen Stadien können Symptome wie eine Ruheherzfrequenz über 100 Schlägen pro Minute und orthostatische Hypotonie auftreten, die zu Herzklopfen, Schwindel, Schwäche, Sehstörungen oder Ohnmacht führen können.
6. Keine signifikanten Veränderungen der Herzgeräusche bei der Auskultation
Bei einer körperlichen Untersuchung hören Ärzte oft die Herzgeräusche ab. Normalerweise sollten die Geräusche rhythmisch sein („lub-dub-lub-dub“). Wenn sie unregelmäßig klingen („da-dum-da-dum“), könnte dies auf mögliche Schäden an den Blutgefäßen und Nerven des Herzens hinweisen.
Diese sechs Warnzeichen können auf das Vorhandensein oder den bevorstehenden Ausbruch einer diabetischen Herzkrankheit hinweisen. Die Prävention der diabetischen Herzkrankheit erfordert ein umfassendes Management von Blutzucker, Blutdruck, Lipidwerten, Gewicht und Thrombozytenaggregationshemmung. Bevorzugt sollten Medikamente eingesetzt werden, die nicht nur den Blutzucker senken, sondern auch einen kardiovaskulären Schutz bieten, wie Metformin, GLP-1-Rezeptoragonisten und SGLT-2-Inhibitoren.
Neben der medikamentösen Behandlung sind Lebensstiländerungen wie eine fettarme, salzarme, zuckerarme und alkoholarme Ernährung, regelmäßige aerobe Bewegung, aktives Gewichtsmanagement und Rauchstopp entscheidend, um das Fortschreiten der diabetischen Herzkrankheit zu kontrollieren.
Abschließende Gedanken
Zusammenfassend ist die Beziehung zwischen Diabetes und Herzkrankheit unbestreitbar bedeutend, wobei die diabetische Herzkrankheit eine ernsthafte Bedrohung für Menschen mit Diabetes darstellt. Die sechs aufgeführten Warnzeichen liefern wichtige Hinweise auf das mögliche Auftreten oder Vorhandensein einer diabetischen Herzkrankheit und unterstreichen die Bedeutung erhöhter Wachsamkeit bei Diabetespatienten und medizinischem Fachpersonal.






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